Tag 17-19 Hoksund – Naersnes

Von Hoksund, das nahe bei Drammen liegt, fahren wir zunächst nach Drammen rein, um einen Fabrikverkauf der Firma Lillun zu besuchen. Doris hatte von dieser Marke in Bergen eine Jacke gefunden, die aber leider nicht in der richtigen Farbe vorhanden war. Im kleinen unscheinbaren Fabrikverkauf freute man sich sichtlich über die Abwechslung. Es verirren sich wohl nicht zu oft Besucher hier her. Wir wurden sehr freundlich bedient und Doris wurde auch fündig. Preislich ist man uns auch entgegengekommen, so dass wir zufrieden weiter fahren konnten. Der Weg zu dem Campingplatz Ramton in Naersens war nicht weit und so waren wir sehr früh dort und hatten das sagenhafte Glück einen Stellplatz direkt am Strand zu bekommen.

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Wir wollten hier zunächst nur zwei Nächte bleiben, aber am Mittwoch war das Wetter dann so schön, das wir noch eine Nacht verlängern wollten. Das fand Julia, die sich schon darauf gefreut hatte wieder in eine Großstadt mit Internet zu kommen nicht wirklich gut und so hatten wir einige Diskussionen. Letztlich hat Julia dann aber doch noch eingelenkt, wofür ich ihr schon sehr dankbar war. Also genossen wir unseren letzten Tag am Meer in vollen Zügen. Am Abend wurde vor unserem Platz ein Filmset aufgebaut und unser Wohnmobil direkt mit einbezogen. Es soll wohl ein Pilot zu einer Sitcom wie bei uns „Die Camper“ werden. Mal sehen ob wir unser Wohnmobil irgendwann im Fernsehen bewunder können.

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Tag 16 Hardangervidda – Hoksund

Nach unserer Nacht in der wilden Hardangervidda gehen wir in ein nahegelegenes Kafe zum Frühstücken. Was uns dort aufgetischt wird, ist das mit Abstand beste Frühstück das wir bisher bekommen haben. 

Nachdem wir von der Vidda runter sind fahren wir durch unspektakuläre Wälder und Wiesen, die aber doch noch eine Überraschung für uns bereit halten. Wir sehen ein paar Leute gebückt durch den Wald streifen. Nachdem ich einen Platz zum Parken gefunden habe, gehen wir auch mit einem Schälchen in den Wald und finden reichlich Blaubeeren. wir pflücken uns eine Schale voll und dann geht es weiter Richtung Drammen. In Hoksund machen wir dann auf einem größeren Campingplatz halt und grillen mal wieder. Ich repariere noch den Spiegel mit Zwei-Komponenten-Kleber, in der Hoffnung das ich den Weitwinkelspiegel dann wieder vernünftig nutzen kann. IMG_1390Nach dem Essen machen Doris und ich noch die Große Spülaktion. Doris backt noch ein Brot und einen Kuchen. Ja, Camping von seiner leckersten Seite 😉
 

Tag 15 Eikhamrane – Hardangervidda

Von Eikhamrane fahren wir weiter Richtung Hardangervidda. Es geht wieder über schmale Straßen durch Berge und Täler. Das Wetter ist wechselhaft, aber zum Nachmittag kommt auch die Sonne wieder raus. Heute sind einige Leute unterwegs die nicht wissen wie breit ihr Auto ist und an einer Stelle passiert dann das unvermeidliche, unsere Spiegel klatschen aneinander. Da wir beide Fahrzeuge hinter uns haben, fahre ich erstmal weiter, um nicht mitten auf der Straße anzuhalten. Bei mir hängt der Blinker raus und der untere Weitwinkelspiegel hängt nur noch an den Kabeln. Ein paar Meter weiter kommt einen Tankstelle auf der ich den Schaden begutachte. Ein Stück aus dem Gehäuse ist rausgebrochen und die Haltenasen des Stellmotors sind abgebrochen. Während ich alles mit Panzerband wieder zusammen tape, kommt der andere Fahrer vorbei. Große Hochachtung das er sich die Mühe gemacht hat. Sein Spiegelglas ist gebrochen und sein lackiertes Gehäuse ist verkratzt. Da es wohl schwierig ist hier eine Schuldfrage zu klären verzichten wir auf Formalitäten und reichen uns die Hände. Weiter geht es, aber diesmal fahre ich noch ein wenig langsamer. Zum späten Nachmittag kommen wir an das Hardangervidda Natursenter.  

Wir schauen uns hier die Ausstellung zur Hardangervidda an und den Film eines Helikopterrundflugs über die Vidda. Sehr schön anzusehen, über 5 Leinwände, hat man das Gefühl man sitzt direkt im Helikopter. Nach dem Film gehen wir in das gegenüberliegende Restaurant und gönnen uns zum ersten mal ein komplette Mahlzeit. Zu unserem Erstaunen war das ganze für norwegische Verhältnisse einigermaßen erschwinglich. Wir hatten eine Fischsuppe, einmal Spaghetti Bolognese und ich hatte ein Lamsteak mit Kartoffelgratin und Champignons. Alles sehr große Portionen. Alles zusammen hat ca. 60,- Euro gekostet und war sehr gut.

So gestärkt ging es dann in den Berg. Die Auffahrt war sehr beeindruckend die haben die Strassen spiralen förmig in den Tunnel gebaut, so was habe ich noch nicht gesehen.  

 Am Ende der Auffahrt sind wir am Vørringfossen an

 Wir fahren danach noch ein bisschen weiter und wollen heute Nacht mal wild campen. Wir finden dann auch noch ein schönes Plätzchen auf dem wir uns für die Nacht hinstellen. 
  
Wir spielen noch ein paar Runden Romé und schauen noch etwas fern, bevor wir ins Bett gehen. Doris ist das Ganze nicht so richtig geheuer, aber wir haben eine ruhige Nacht.

Tag 14 Bergen – Eikhamrane

Heute gönnen wir uns mal wieder ein Frühstück in einer Bäckerei eines großen Shoppingcenters. Danach fahren wir weiter unser Gas auffüllen. Wir haben die erste Flasche schon durchgebracht und ich möchte nicht das Risiko eingehen irgendwann Nachts ohne Heizung mit frierenden Mädels wach zu werden. Der Erste Gashändler hatte leider keine Möglichkeit Flaschen zu befallen, konnte mir aber eine Adresse nennen. Wir fahren also noch ein wenig in westliche Richtung auf die vorgelagerten Inselbund bekommen dort auch unser Gas. Dann geht es zurück in Richtung Eikhamrane. Den Campingplatz hatten wir uns zuvor im Internet ausgesucht, da wir festgestellt haben, das unser ADAC Campingführer längst nicht alle Platze verzeichnet hat. Unterwegs konnten wieder einige schöne Bilder geschossen werden.DSCF1082 DSCF1075 DSCF1078

 

Auf dem Campingplatz angekommen, bekommen wir einen wunderbaren Platz direkt mit Blick auf den Fjord, eine halbe Stunde später trudeln immer mehr Camper ein und der Platz wäre sicher weg gewesen.

Eikhamrane

Wir entscheiden uns hier 2 Nächte zu bleiben. Heute Abend grillen wir, der extra für das Wohnmobil gekaufte Cobb Grill ist echt super. Nach dem Grillen erledigen wir noch den Abwasch und Julia hat die abendlichen Romérunden eingefordert.

Tag 13 Bergen

Wir fahren nach dem Fühstück mit dem Bus in die Stadt und unser erstes Ziel ist der #Ulriken643 von dem man einen wunderschönen Blick über Bergen und die vorgelagerten Inseln hat. Hier oben pfeeift der Wind recht ordentlich und so nehmen wir nach dem wir die Aussicht genossen, und die notwendigen Fotos geschossen haben, wieder runter.

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In der Stadt selbst wollen meine Mädels dann mal wieder ihre Kauflust stillen und so verbringen wir den Tag damit diverse Geschäft zu durchkämmen. Zum Mittag gehen wir auf den Torget und essen dort Fisch, die Preise sind zwar völlig überzogen, aber wir wollten doch mal frischen Fisch essen. Danach streifen wir noch durch die Festung und durch Gamle Bergen, die Altstadt.

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Zurück beim Wohnmobil sind wir alle froh die Füße hochlegen zu können. Ich suche im Internet noch einen Campingplatz mit Doris für die nächste Nacht aus und dann lassen wir uns noch ein wenig vom Fernsehen bespaßen.

 

Tag 12 Nymoen – Bergen

Heute geht es nach Bergen, aber vorher möchte Doris noch eine Stabkirche besuchen die ganz in der Nähe von Nymoen steht. Es ist die Älteste in Norwegen und ein UNESCO Weltkulturerbe. Der Weg dort hin ist sehr spannend, die Breite der Straße entsprich eher eine Radweg im Münsterland, hier kommen einem darauf aber ausgewachsene Kieslaster entgegen. 


Die Kirche selbst ist an sich sehr schön, wenn nicht irgenwelche Holzköpfe vor einigen 100 Jahren ein paar wesentliche Stützpfeiler rausgesägt hätten. Dies hat dann dazu geführt das die Kirche anfing sich zu neigen und daher sehr unkonventionell mit diagonal durch die Kirche verlaufenden Stützbalken abgefangen werden musste.  


Da Julia mal wieder keinen Bock auf Kultur hatte, hat sie gerne das Kochen übernommen und so können wir nach der Rückkehr wieder schön essen. Zum Nachtisch gibt es dann noch Himbeeren die wir zuvor direkt an der Straße kaufen konnten und bei der Gelegenheit auch gleich noch eine alte Saftfabrik besichtigen konnten, die jetzt eine der größten in Norwegen ist.

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Die Himbeeren sind so lecker und vor allem riesig.

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Nach dem Essen geht es wieder auf eine Fähre, diesmal ein Novum, wir müssen rückwärts auf die Fähre fahren. Klappt aber alles problemlos.

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Unterwegs wieder mal ein großer Wasserfall, der einen Fotostop aufruft. 

Den Rest des Tages geht es dann im strömenden Regen weiter, auch die Ankunft auf dem recht spartanischen Campingplatz vor den Toren Bergens findet in dicken Schauern statt. Wir können den letzten Platz mit Stromanschluss belegen und dann kommt später auch noch die Sonne raus und lässt für den kommenden Tag hoffen nicht im Regen durch Bergen spatzieren zu müssen. 

 

Tag 11 Nymoen

Heute gönnen wir uns mal wieder einen Tag Pause. Nachdem recht späten Frühstück genießen wir es am See in der Sonne zu sitzen.

DSCF0955 Später fahren wir mit den Fahrrädern in den Ort und machen ein paar Einkäufe. Zum Mittag schmeißen wir den Grill an. Es gibt pulled Pork, cole slaw und Baguette. Nach dem Mittag wieder chillen. Julia genießt es mal wieder im Internet zu surfen und will sich jetzt auch einen Blog einrichten. Ich will auch mein Reisetagebuch weiter schreiben, merke nun aber das ich den Blog nicht mehr erreiche, ebenso meine normale Homepage, also wohl etwas mit dem vServer. Zunächst sieht alles normal aus. In der Zwischenzeit füllt sich der Platz wieder und im gleichen Zug geht auch die Geschwindigkeit des Internetzugang wieder runter. Das Durchstarten des Servers wird somit zur Geduldsprobe, aber es gelingt letztlich doch noch und alles läuft wieder normal. Am Abend schaue ich mir noch die Strecke für den nächsten Tag nach Bergen an. Den Abend beschließen wir mit gemütlichem Lesen.

Tag 10 Dovre – Nymoen

Als wir wach werden regnet es mal wieder ausgiebig und das schlägt Doris aufs Gemüt. Es wird diskutiert die Heimreise vorzeitig anzutreten und in Deutschland weiter Urlaub zu machen. Sicher ist Regen nicht schön, aber die bevorstehenden Hitzewelle brauche ich auch nicht. Zunächst schlage ich Doris vor heute im Hotel des Campingplatzes zu Frühstücken. Die Idee trifft heute mal genau ins Schwarze. Beim Frühstück kommt mir die Idee doch noch Richtung Bergen zu fahren, da wir eigentlich noch genug Zeit haben. Der Vorschlag wird angenommen und nach ein paar Kilometern Fahrt kommt sogar die Sonne wieder raus.Da wir nochmal in Lom vorbei kommen, möchte Doris diesmal die Ausstellung zu den Archäologischen Funden in den abschmelzenden Gletschern besuchen. Die Ausstellung ist einigermaßen überschaubar, aber dennoch interessant welch alte Fundstücke bis in die Zeit von ca. 800 vChr. gefunden wurden.

In der Zwischenzeit hat Julia das Essen soweit vorbereitet das wir direkt essen können. Danach geht es weiter über das Sognfjell. Wieder werden wir von atemberaubenden Landschaften überrascht. Das Fjell bringt uns in eine Höhe von 1400m, hier hat es lauschige 6°C. Noch nahezu vollständig zugefrorene Seen auf denen dicke Eisschollen dümpeln und bis zu 5 Meter hohe Schneewände am Straßenrand. Dann geht es wieder bergab. Schilder mit dem Hinweis auf ein 10% Gefälle das sich über 10 km erstreckt lassen mich schon mal in einen niederen Gang schalten, aber bei unserer Schwungmassen hilft das nicht wirklich. Ich muss immer weider auf die Bremse gehen und unser Tempo der Straße und dem Verkehr anpassen. Die Trollstigen sind ein sche… gegen diese Strecke hier. An einer Engstelle, bei der wir einem weiteren Wohnmobil begegnen, qualmt es schon aus unserem Radkasten und stinkt häßlich nach Bremse. Meinen Mädels wird schon ganz anders. Die Bremse packt aber noch ganz gut, also erst mal weiter. An einem Parkplatz überlege ich der Bremse doch mal eine kurze Pause zu gönnen, aber weder der eingelegte Gang, noch die zusätzlich angezogenen Handbremse wollen das Wohnmobil so richtig halten. Also doch vorsichtig weiter fahren. Wir kommen letztlich ohne Probleme im Tal an. Das die Serpentinenstrecke zwischendurch wieder wunderschöne Aussichten offenlegte versteht sich fast von selbst. 

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Nach einigen Kilometern im Tal entdecken wir durch Zufall einen Campingplatz direkt am See, der auch noch reichlich Platz direkt an erster Reihe hat. Also direkt angehalten uns uns hier für zunächst eine Nacht eingebucht. Nachdem wir uns aber häuslich niedergelassen haben, beschließen wir diesen wunderschönen Platz noch eine weiteren Tag zu genießen und morgen mal wieder Pause zu machen. 

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Tag 9 Åndalsnes – Atlanterhavsveign – Dovre

Heute wollen wir an den Atlantik und dort die berühmte Küstenstraße mit ihren 7 Brücken besichtigen die direkt am Atlantik entlang verläuft. Schon die Fahrt dort hin ist wieder mal durch wunderschöne Landschaftseindrücke geprägt und das bei traumhaftem Sonnenschein (es geht also doch) Der Kontrast von Bergen und Wasser ist immer wieder faszinierend. IMG_0209
Vor Molde fahren wir wieder durch einen der vielen Tunnel. Dieser geht diesmal nicht durch einen Berg, sondern unter dem Fjord durch und zwar reichlich tief, bei der Auffahrt muss ich bis in den dritten Gang runter schalten, um hoch zu kommen.

An der Küstenstraße angekommen, legen wir bei herrlichstem Blick auf das Meer erstmal unsere Mittagspause ein. Doris kocht und ich spaziere über die vorgelagerten Felsen etwas am Meer entlang und lasse mir den Wind um den Kopf blasen. Nach dem Essen fahren wir dann die übrigen Brücken ab und auf dem Rückweg halten wir auf einer der größeren Inseln an und machen dort nochmal einen Rundgang und genießen gemeinsam die schöne Aussicht. 

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IMG_0224 Die Rückfahrt bedingt das wir bis Åndalsnes zunächst wieder die gleiche Strecke fahren, aber das kann man in Norwegen durchaus verschmerzen, eine andere Perspektive ermöglicht ja auch neue Entdeckungen.

Von Åndalsnes aus fahren wir dann Richtung Dombås. Diese Strecke ist auch als eine der schönsten Bahnstrecken Europas bekannt, mit dem Auto geht es genauso gut und man kann anhalten wenn es einem gefällt. Auch hier weider beeindruckende Flüsse, Schluchten und Stromschnellen. Ab Dombås nehmen wir dann noch ein Stück E6 bis Dovre und übernachten dort. Ein sehr schöner Campingplatz inkl. Hotel. Wir finden einen Stellpaltz direkt am Fluss. Da es noch recht früh ist spielen wir noch einige Runden Romé zusammen und gehen dann zu Bett. 

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Tag 8 Åndalsnes

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​Heute gönnen wir uns einen Tag Pause, zum einen habe ich Geburtstag und zum Anderen habe ich keine Lust jeden Tag zu fahren. Trotz des wechselhaften Wetters entscheiden wir uns die Räder zu nehmen und in den Ort zu fahren. Eine andere Alternative gab es auch nicht wirklich. Die Frage meinerseits in der Rezeption nach der Timetable zu den Bussen (immerhin gab es Haltestellen) führte zu einigem Grinsen und der Aussage das die höchstens 2x am Tag fahren. Bewegung tut meinem Rücken eh gut, also ab auf die Drahtesel und in die Stadt. Wir nutzen die Gelegenheit und schauen nach einer vernünftigen Regenjacke für Julia. Haben wir dann auch dank der hervorragenden Beratung einer ausgewanderten Deutschen im örtlichen Intersport Shop, recht schnell gefunden. Nun bekommt also mein Kind die Geschenke zu meinem Geburtstag, hmm. Wir schländern noch ein wenig durch den übersichtlichen Ort, vernaschen noch eine Schale Erdbeeren im Hafen und machen uns dann auf den Rückweg. Ein kurzer Abstecher in den Supermarkt sichert uns dann noch das Abendessen. In der Nacht geht es etwas unruhig zu, (ich bekomme davon wie immer nichts mit) denn es findet gerade Raumarock statt. Ein Festival über das ganze Wochenende und der Campingplatz nimmt auch langsam Formen von Wacken an, weil die Wiese total durchgeweicht ist. Am nächsten Morgen wollen wir dann weiter Richtung Küste, an den Atlanterhavsveign.