Tag 7 Dønfoss – Åndalsnes

Heute morgen steht zunächst wieder die Ver- und Entsorgung des Wohnmobils an. Bis wir dann los kommen ist es auch wieder 11 Uhr, aber wir haben ja auch Urlaub. Danach machen wir uns auf den Weg zunächst den Geiranger und dann die Trollstigen zu besuchen.   

DSCF0825 Auf dem Weg zum Geiranger fahren  wir wieder oberhalb der Baumgrenze entlang und es liegt auch noch ganz gut Schnee am Rand.   IMG_1195

Für die Trollstigen habe ich heute kein Foto 😉 die waren zu nebelig und deutlich zu kühl mit 7 Grad. Insgesamt    hatte das Wetter aber schon einen Vorteil, es war wenig los auf den Stigen und so konnten wir problemlos auch mal an den Rand fahren, um den Blick in die Tiefe zu werfen. Das war Julia allerdings nicht so geheuer. Ein Norweger der nicht so genau wusste wie breit sein Wohnmobil ist, hat unseren Spiegel dann noch gestreift und dabei eingeklappt, es ist aber nichts weiter passiert. Zumindest bei uns nicht.

Åndalsnes soll nun unser Platz für die nächsten beiden Nächte bleiben. Laut ADAC Campingführer, ein hervorragend ausgestatteter Platz. Das Buch muss noch zu Zeiten der großen Schmierereien beim ADAC geschrieben worden sein. Die Sanitäreinrichtung haben mindestens 10 Jahre auf dem Buckel, aber er ist von der Lage her auf alle Fälle der Beste in der Nähe. Julia bereitet noch das Essen für morgen vor und Doris backt meinen „Überraschungskuchen“.

Tag 6 Beitostølen – Dønfoss

Heute Nacht haben wir uns ein frisches Brot gebacken, das wir nun zum Frühstück essen können. Danach geht es frisch gestärkt wieder auf die Straße. Ziel sollte heute eigentlich Geiranger sein, mal sehen ob es klappt. Unterwegs kommen wir in Lom vorbei und besichtigen die Stabkirche dort. Ein wirklich sehenswertes Bauwerk, das den Übergang vom heidinischen zum christlichen Glauben wiederspiegelt. Da Julia das nur bedingt interessant findet, bietet der Ort auch noch eine Attraktion für Adrenalinjunkies. Eingehängt in ein Drahtseil rutscht man ca. 100m über einen Wasserfall. Das hat Julia deutlich mehr Spaß gemacht. Nach einer Stärkung im örtlichen Kaffee mit belgischen Waffeln geht es dann weiter.  

DSCF0810 Unterwegs können wir uns wieder an der wunderbaren Landschaft Norwegens erfreuen. Kurz vor 17 Uhr kommen wir an Donfoss vorbei. Dies ist ein Campingplatz der an einem rauschenden Fluss liegt und einen sehr urigen Pool direkt in den natürlichen Stein an den Stromschnellen gebaut.   IMG_1191IMG_1194Da es bis Geiranger noch gut eine Stunde fahrt war und ich befürchtete dort keinen Platz mehr zu bekommen, beschlossen wir auf diesem Platz zu bleiben. Leider haben sowohl Wasser, als auch Lufttemperatur einen Sprung in den Pool nicht zugelassen. Abends haben wir noch unsere Chickenwings gegrillt, während sich der Platz zusehends füllte. Ich denke meine Entscheidung war gut nicht nach Geiranger zu fahren.

Tag 5 Oslo – Beitostølen

Eigentlich wollten wir früh aufstehen und unsere innere Uhr hat uns bisher auch immer recht früh geweckt, heute nicht. Es ist halb 9 als wir so langsam wach werden, der Urlaubsmodus scheint sich einzustellen. Nach dem Frühstück geht es los zu der Werkstatt, anders als erwartet, werden wir von der Fiat Werkstatt an den daneben gelegenen Autoglaser verwiesen, der aber auch keine Scheibe auf Lager hat und uns erst am nächsten Tag helfen könnte. Auf meine Frage hin, ob wir es riskieren können mit der Scheibe weiter zu fahren, bestätigt er das dies ohne Bedenken möglich sei. Wir beschließen somit die Scheibe erst in Deutschland zu reparieren. Nun noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen und es kann endlich losgehen. Raus aus der Zivilisation, rein in die wilde Natur Norwegens. Unser Weg führt uns über Gol und Fragernes nach Beitostølen. Dabei überqueren wir die ersten beiden Gebirgszüge und können uns an völlig entspannt auf der Straße liegenden Schafen erfreuen. Die Viehcher sind so entspannt, dass ist unglaublich. Autos bleiben vor den Schafen stehen um dann, nachdem der Gegenverkehr durch ist, den Schafen auszuweichen die sich darum nicht die Bohne scheren. Das Wetter wird auf den letzten Kilometern wieder schlechter und es regnet stärker, zum Glück ist der Campingplatz deutlich besser als im Campingführer beschrieben. Auch hier weider Abendessen und Rommé und ich schreibe danach noch die Blogeinträge der letzten Tage. Morgen soll es dann zum Geiranger gehen und unterwegs werden wir uns noch ein paar Sehenswürdigkeiten anschauen.

Tag 4 Frederikshavn – Oslo

Ich bin noch vor dem Wecker wach und Doris fragt mich ob ich in der Nacht auch den Knall gehört habe, aber ich schlafe nachts wie ein Stein und habe nichts gehört. Auch Julia hat es gehört. Ich gehe um das Wohnmobil, um nach Schäden zu suchen, kann aber nichts finden. Wir machen uns fertig und wollen los fahren, als Doris sieht was die Nacht geknallt hat. Jemand hat uns einen Minigolfball großen Stein auf die Windschutzscheibe geschmissen. 

IMG_01481Zum Glück nur am Rand der Beifahrerseite. Das fängt ja gut an. Wir sagen beim Auschecken noch dem Campingplatzbesitzer bescheid, falls andere auch noch Schäden melden.

Nun geht es zum Fähranleger, wir sind das 2. Fahrzeug in der Wohnmobilreihe, somit geht der Plan auf schnell an Bord zu kommen. Das Frühstück schmeckt gut, ist aber insgesamt durchschnittlich was die Auswahl angeht, Es ist halt schon ein Unterschied, ob man Stena oder Color Line fährt. Nach dem Frühstück gönnen wir uns 2 Stunden Spa Bereich, mit Sauna, Außenwhirlpool und Relaxliegen direkt mit Blick nach vorn, das hat schon was. Mittags müssen wir wieder aus dem Spa raus. Jetzt einen Platz zu finden ist nahezu unmöglich, spontan eine Kabine zu bekommen auch, also warten wir auf der Treppe bis andere Passagiere ihre Plätze aufgeben. Nach 2 Stunden ist auch das gelungen. Ausflüge in den Tax Free helfen die Zeit rumzukriegen. Ich versuche über das kostenlose Internet an Bord eine Fiat Werkstatt in Oslo zu kontaktieren, allerdings hat das Internet an Bord eine Bandbreite die sehr an ein 14k-Modem erinnert. Aber schließlich finde ich eine Werkstatt die helfen kann. Die letzten 2 Stunden verbringen wir bei schönem Wetter an Deck und genießen die Fahrt durch den Oslofjord. Immer wieder ein herrlicher Anblick.DSCF0764

Leider gehören wir zu den letzten die von Bord dürfen und auch der Zöllner sucht noch das Gespräch mit mir und fragt nach den üblichen Verdächtigen (Schnaps und Zigaretten) beides kann ich ruhigen Gewissens verneinen, wir haben diesmal nur zwei Flaschen Wein dabei. Wir hatten uns spontan dazu entschlossen nicht den Karg eingerichteten Stellplatz im Yachthafen aufzusuchen, sondern wollten oberhalb der Osloer Altstadt auf dem CP Ekkeberg, doch schon auf der Fahrt dort hoch beschlich mich ein ungutes Gefühl, kamen uns doch schon einige Camper die auch auf der Fähre waren wieder entgegen. Oben angekommen wusste ich dann auch warum. Auf dem neben dem Campingplatz gelegenen Sportfeld wurde der Norway Cup ausgetragen. Ein Fußballturnier für Jugendmannschaften aus ganz Norwegen inkl. Rummelplatz. Das Schild vor dem Campingplatz wies dann auch direkt darauf hin das alles voll ist. Gut bei dem Lärm dort vielleicht auch besser so. Also fahren wir doch in die Marina. Hier bekommen wir zwar einen Platz, aber es ist hier auch gewaltig voll. Wir essen noch zu Abend, Doris zaubert uns mal wieder ein sehr leckeres Essen. Ich Spüle danach das Geschirr und dann spielen Julia und ich noch ein paar Runden Rommé.

Tag 3 Frederikshavn

Heute haben wir einenTag Aufenthalt auf dem CP Saeby. Das Wetter bringt von Regen, Wind und Sonne alles mit. Ich nutze den Tag um das Womo wieder zu ver- und entsorgen. Außerdem musste ich feststellen das, dass Schleifen bei der Auffahrt zu Tankstelle gestern doch nicht nur die Trager vom Fahrradträger waren, sondern leider auch das Blech der Steckdose für die Anhängerkupplung, die hat sich mal gepflegt um 90° nach oben gebogen. Zum Glück sind keine Leitungen abgerissen. Also alle Fahrräder runter, das Blech wieder gerade gebogen und für mehr Bodenfreiheit zur Seite gedreht. Jetzt können nur noch die Holme des Fahrradträgers aufsetzen. Ich muß also bei kurzen steilen Auffahrten immer schräg fahren, damit der Überhang nicht ständig aufsetzt. Ansonsten nutzen wir den Tag zum ausruhen, lesen und Blogbeiträge schreiben.

Zum Mittag gibt es die von Schwiegermutter für uns gekochte Hackfleischsauce, perfekt. Doris rauscht noch ein wenig mit dem Staubsauger durch das Wohnmobil und wir buchen uns noch den Eintritt ins Spa morgen auf der Fähre.

Zum Abend ist der Himmel strahlend blau

Tag 2 Lübberstedt – Frederikshavn

Da es auf unserem Stellplatz keine Dusche gibt, beschließen wir auf einen Autohof zu fahren. Leider ist der nächste erst im Hamburger Hafen und auch schon ziemlich runter gekommen. Wir entscheiden uns den Autohof Wikingerland anzufahren, da wir ihn schon gut kennen. Das Problem ist das heute rund um Hamburg der Verkehr ziemlich über ist. Überall Staus und wir kommen kaum voran. Wir gehen schon vorher von der Autobahn auf einen anderen Autohof, um unsere Dusche zu bekommen. Das gelingt auch soweit, leider gibt es hier kein vernünftiges Frühstücksangebot. So langsam werde ich ungemütlich, ich brauche mein Frühstück und vor allem hatte ich morgens eine Vison von Rührei. Wie auch immer, wir fahren erstmal weiter, um dann auch schon bald wieder im nächsten Stau zu stehen. Ich entscheide mich dann doch mal eine Umleitung zu probieren und das läuft auch sehr gut. In einem kleinen Ort sehe ich aus dem Augenwinkel auch noch ein Frühstückskaffee und eine Parkmöglichkeit für 8m Wohnmobil war sogar auch geboten.

Das Frühstück war sehr lecker, es gab sogar Rührei extra für uns. So gestärkt konnte mich auch die Tatsache das wir noch ein Shoppingcenter suchen mussten, um Julia eine Hose und Schminke zu kaufen (auch eines der Dinge die wir wohl doch vergessen hatten). Im Internet habe ich in Flensburg ein Shoppingcenter gefunden das sogar extra Parkplätze für Wohnmobile hat. Dort angekommen wusste ich dann auch wofür. Die ganzen Skandinavier decken sich hier auf der Rückfahrt mit allem ein was es in Norwegen, oder Schweden nur für teuer Geld gibt. Ich habe mich dann auch noch mit ein paar Kabeln und Batterien eingedeckt und meine Mädels waren auch erfolgreich.

Jetzt kann es also losgehen den Rest des Weges nach Frederikshavn zu bestreiten. Die Nachrichten berichten schon den ganzen Vormittag von einem üblen Sturm (bis zu Windstärke 11) der Abends die Küste erreichen soll. Doris ist besorgt und wollte eigentlich zunächst nicht weiter fahren. Aber es sieht noch völlig harmlos aus am Nachmittag und so kann ich sie überzeugen doch noch loszufahren. Bis auf ein paar heftige Regengüsse und kurz vor Fredrikshavn einige Windböen, die aber auch nicht wirklich schlimm waren, kommen wir gut durch. Abends um 19:45 Uhr erreichen wir den Campingplatz bei Saeby. Nachdem alles eingerichtet ist gehen wir noch trotz starkem Wind ans Meer. IMG_0147

Morgen haben wir einen Tag Pause, da unsere Fähre erst am Montagmorgen gebucht ist.

Tag 1Bensheim – Lübberstedt

Die letzte Telko heute Mittag ist ausgefallen. Das ist ein Zeichen denke ich mir und sage zu meinem Kollegen nur „so“, er weiß was das heißt. Als Frühaufsteher, der in der Regel mindestens eine Stunde vor mir im Büro ist, sagt er das für gewöhnlich zu mir, aber heute ist mein Tag. Unser erster Urlaub im eigenen Wohnmobil beginnt heute. Es geht nach Norwegen. Meine liebe Frau hat schon seit Dienstag Urlaub und ist fleißig dabei das Wohnmobil zu packen und die noch notwendigen Vorbereitungen zu erledigen. Auf dem Rückweg aus dem Büro fahre ich bei unserem Gashändler vorbei und besorge noch eine Gasflasche. In Norwegen ist es sicher nicht verkehrt zwei volle Flaschen dabei zu haben. Nach dem Gaskauf geht es dann noch zu unserem Lieblingsdöner das Mittag holen, damit wir nicht die geputzte Küche wieder benutzen müssen. Zuhause wartet meine Frau Doris und meine Tochter Julia schon auf mich, die uns wieder mit einem Top Zeugnis beglückt. Nachdem noch die letzten elektronischen Geräte und persönlichen Sachen eingeräumt worden sind, geht es um 14 Uhr auf die Bahn. Das es nicht alle Sachen waren wird uns wie immer nach und nach einfallen.

Wir kommen recht gut voran und das mir gesteckte Ziel in die Nächte von Hamburg zu kommen erreichen wir trotz einiger kleiner Staus in einer akzeptablen Zeit. Unser erster Stop ist der Stellplatz „Am Haus der Hochzeiten“ in Lübberstedt, nachdem unser zuerst gewählter Platz nicht mehr existent war. Der Platz ist hervorragend eingerichtet und absolut ruhig gelegen. Der Betreiber ist Musiker und nutzt sein Gebäude auch für Hochzeitsfeierlichkeiten. Ein sehr netter Mensch mit dem wir auch direkt ins Gespräch gekommen sind. Von wegen alle Norddeutschen sind stur.  IMG_0145
Der Abend klingt mit einer Pizza vom örtlichen Pizzaservice und dem Freitagskrimi aus.